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BMG wider Erwarten mit Gewinn

Mit dem besten Halbjahresergebnis seit fünf Jahren hat BMG sich eine gute Ausgangsposition für die anstehenden Detailverhandlungen mit Sony gesichert. Das Unternehmen konnte Gewinne in einer Spanne von 27 Mio. bis 30 Mio Euro erwirtschaften.

Mit dem besten Halbjahresergebnis seit fünf Jahren hat BMG sich eine gute Ausgangsposition für die anstehenden Detailverhandlungen mit Sony gesichert, sollte die Fusion, wie allseits erwartet, am 20. Juli genehmigt werden. Das Unternehmen konnte laut unterschiedlichen Medienberichten von „Spiegel“ und „Financial Times Deutschland“ Gewinne in einer Spanne von 27 Mio. bis 30 Mio. Euro erwirtschaften, elf Mio. davon hier zu Lande. Offiziell bestätigen wollte der Bertelsmann-Konzern diese Zahlen bislang allerdings nicht. 2003 hatte BMG Deutschland im Gesamtjahr nur neun Mio. Euro erzielt. Im ersten Halbjahr 2003 waren bei Umsätzen von 1,086 Mrd. Euro operative EBITA-Verluste in Höhe von 117 Mio. Euro angefallen, inklusive Sondereinflüssen der Zomba-Übernahme lag das Egebnis bei minus 182 Mio. Euro. Dementsprechend hatte das BMG-Management auch für 2004 Verluste in einer Größenordnung von 70 bis 100 Mio. Euro eingeplant. Das wider Erwarten positive Ergebnis lässt sich auf international erfolgreiche BMG-Veröffentlichungen wie Avril Lavigne mit vier Mio. verkauften Platten und Outkast mit sieben Mio. Platten zurückführen. Hier zu Lande sorgte neben nationalen Charts-Erfolgen wie von Yvonne Catterfeld oder Oomph vor allem die von BMG-Deutschlandchef Maarten Steinkamp Anfang des Jahres verordnete Schlankheitskur, der auch rund 20 Prozent der rund 300 Stellen zum Opfer fielen, für das gute Ergebnis.

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