Recorded & Publishing

BMG wehrt sich gegen Vorwürfe von Jack White

In einer Replik auf einen Artikel in der „Bild“, in dem Jack White der Sängerin Andrea Berg „Undankbarkeit“ vorgeworfen hatte, weist Bergs Plattenfirma BMG die Kritik zurück und attestiert White, am jetzigen Erfolg der Künstlerin „partizipieren“ zu wollen.

In einer Replik auf einen Artikel in der „Bild“, in dem Jack White der Sängerin Andrea Berg „Undankbarkeit“ vorgeworfen hatte, weist Bergs Plattenfirma BMG die Kritik zurück und attestiert White, am jetzigen Erfolg der Künstlerin „partizipieren“ zu wollen. Vorausgegangen waren den Vorwürfen von Jack White Äußerungen von Berg, in denen sie ihre Fans darauf aufmerksam gemacht hatte, dass die von White im September dieses Jahres wiederveröffentlichte CD „Gefühle“ keine neuen Aufnahmen enthält. Damit wollte sie, wie BMG klarstellt, vermeiden, dass Fans den Tonträger zwei Mal kaufen. Auf dem ursprünglich 1995 erschienenen Album ließ sich White auf dem Cover laut BMG „als Executive Producer verewigen“, wird bei vier Stücken als Co-Autor geführt, hat die CD auf seinem Label White Records veröffentlicht und hält bis heute die Rechte daran. „Ich bin sehr enttäuscht von Andrea. Sie ist undankbar und hat scheinbar vergessen, wer sie groß und berühmt gemacht hat“, wird der erfolgreiche Produzent und Songwriter zitiert, der laut „Bild“ gerichtlich gegen ihre Äußerungen vorgegangen sei. „Es kann doch nicht sein, dass eine Sängerin ihre Fans auffordert, ihre eigene CD nicht zu kaufen, nur weil sie dafür nicht so viele Tantiemen bekommt“, so White in „Bild“. In einer Stellungnahme spricht BMG von „Verbalattacken“ und wirft White „im höchsten Maße geschäfts- und imageschädigendes Verhalten“ vor. In der Pressemitteilung betont BMG, dass von Anfang an für den Erfolg der Sängerin ausschließlich ihr Produzent Eugen Römer und die Künstlerin selbst verantwortlich waren. So hätte Jack White, als „Gefühle“ 1995 nicht den erhofften Erfolg brachte, das Interesse an Andrea Berg verloren. Erst am aktuellen Erfolg wolle White teilhaben, was laut BMG ein Brief an Eugen Römer verdeutliche. So soll er in diesem versucht haben, Berg und Römer abzuwerben und direkt an sein Label zu binden.