Recorded & Publishing

BMG-Verlag schloss 2006 besser ab als Sony BMG

Bertelsmann weist für seine Musiksparte zwar keine detaillierten Zahlen aus, dennoch schätzen Experten, dass das Verlagsgeschäft im Gegensatz zur Tonträgersparte stabil abschnitt.

Bertelsmann weist für seine Musiksparte zwar keine detaillierten Zahlen aus, doch anhand von Expertenschätzungen lässt sich zumindest erahnen, wie die einzelnen Bereiche im Jahr 2006 abschnitten.

Dabei fielen die Umsatzeinbrüche allein in der Tonträgersparte an. Das verkaufte Verlagsgeschäft ist stabil. Zwei Milliarden Euro setzte die in der Bertelsmann-Bilanz als BMG bezeichnete Musiksparte im Jahr 2006 um. Das entspreche einem Minus von 5,2 Prozent, erklärte der Konzern. Wie hoch die Erträge von BMG Music Publishing und der Bertelsmann-Hälfte von Sony BMG ausfielen, verriet die Bilanz nicht.

Der „Dow Jones Newswire“ indes schätzt die Tonträgerumsätze von Sony BMG Music Entertainment im Jahr 2006 auf 1,65 Milliarden Euro. Dieser Wert sei um 5,7 Prozent niedriger als noch im Jahr 2005. Das Operating Ebitda habe dabei 90 Millionen Euro betragen – satte 29 Prozent weniger als im Vorjahr. Aus diesen Zahlen ergibt sich, dass BMG Music Publishing seit Jahren mit konstanten Umsätzen arbeitet.

Sowohl 2005 als auch 2006 betrugen die Einnahmen des Musikverlags gemäß der Dow-Jones-Rechnung 350 Millionen Euro. Doch von dieser Konstante hat sich Gütersloh mit dem Verkauf des BMG-Verlags an die Universal Music Group verabschiedet.

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