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BMG und Sony Music verteidigen sich in Brüssel

Am ersten Tag der Anhörungen vor der EU-Wettbewerbskommission brachten BMG und Sony Music ihre Argumente für ihre geplante Fusion vor. Dem Vernehmen nach konnten die beiden Konzerne ihre Position gegenüber den skeptischen Kartellwächtern gut behaupten.

Am ersten Tag der Anhörungen vor der EU-Wettbewerbskommission brachten BMG und Sony Music ihre Argumente für ihre geplante Fusion vor. Dem Vernehmen nach konnten die beiden Konzerne ihre Position gegenüber den skeptischen Kartellwächtern gut behaupten. Die Anhörung fand hinter verschlossenen Türen statt, doch ein Teilnehmer verriet dem „Hollywood Reporter“ die wichtigsten Aussagen der Fusionskandidaten. So hätten Sony Music und BMG bekräftigt, dass ein Merger die beste Möglichkeit wäre, um auf den schrumpfenden Markt, die sinkenden Verkaufszahlen und die Bedrohung durch Internetpiraterie zu reagieren. Die Sorge der EU, eine fusionierte Sony BMG könne die CD-Preise zum Nachteil der Konsumenten künstlich hoch halten, sei völlig aus der Luft gegriffen. Der Markt sei transparent, der Wettbewerb mit den anderen Majors in vollem Gange und selbst wenn Sony BMG es wollte, könnte man die Marktpreise nicht alleine kontrollieren. Angeblich ließen die beiden Unternehmen auch durchblicken, dass im Falle eines Scheiterns der Fusion noch mehr Arbeitsplätze und Künstlerverträge auf dem Spiel stünden, als durch den Zusammenschluss auf der Strecke bleiben würden. An der Anhörung in Brüssel nehmen auch Vertreter der anderen Majors, Mitglieder der Indepent-Organisation Impala, die europäische Konsumentenvereinigung BEUC sowie Apple Computer teil. Sie werden am morgigen 16. Juni von der EU-Kommission gehört. Nach der mündlichen Anhörung haben Sony Music und BMG noch bis Anfang der kommenden Woche Zeit, ihre Konzessionen schriftlich einzureichen. Bis zum 22. Juli wollen die Wettbewerbshüter ihre Entscheidung fällen.

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