Die Medienkonzerne Bertelsmann und Sony haben die Fusionspläne für ihre Musiksparten bestätigt: Ein Letter of Intent ist unterschrieben. Das Joint Venture, an dem beide Unternehmen je 50 Prozent halten wollen, soll Sony BMG heißen. Unter diesem Namen wollen beide Konzerne ihre Recorded-Music-Sparten zusammenführen. Die Verlagsarme, Vertriebe und die Herstellung sollen dagegen nicht Teil des Joint Ventures sein. Der bisherige BMG-Chairman Rolf Schmidt-Holtz übernimmt bei Sony BMG die Position eines Chairman of the Board, Sony-Chairman Andrew Lack wird CEO. Das Management des neuen Unternehmens soll sich aus den Führungskräften beider Partner zusammensetzen. Mit dieser Ankündigung wächst der Druck auf Warner und EMI, die ihrerseits über einen Zusammenschluss verhandeln. Wie musikwoche bereits berichtete, gehen Beobachter davon aus, dass die Kartellwächter in den USA und in Europa nur eine der Elefantenhochzeiten im Musikbereich genehmigen werden. Somit haben Sony und BMG momentan die Nase vorn.
Fusionspoker






