“Das Allerwichtigste ist für uns, einen Impuls für Mehrverkäufe zu setzen“, erklärte Jörg Hellwig als Senior Vice President der Music Division von BMG Deutschland. Dabei ginge es um eine verbraucherorientierte Maßnahme, die Charts-Relevanz der Produkte stehe dagegen nicht an erster Stelle. Bei BMG sollen künftig drei Preis- und Ausstattungsvarianten angeboten werden: Eine Basis-Version für 9,99 Euro soll im Clear-Tray, ohne Cover, aber mit allen nötigen Informationen auf einem Inlay sowie farbig bedruckter CD-Front erscheinen, die Standard-Version soll im Handel 12,99 Euro kosten und sich etwa durch ein achtseitiges Cover und Multimedia-Zugaben von der Basis-CD abheben.
Das so genannte Premium-Produkt bietet voraussichtlich 16-seitige Booklets, Videos und Making-ofs sowie Bonus-Tracks und soll etwa auf dem Niveau der heutigen Hochpreis-CD rangieren, meint Hellwig. „Unsere beiden Maßgaben sind die Produkt- und die Preisdiversifikation.“ Zudem will BMG die günstige Basis-Version auch dazu nutzen, neue Handelskanäle zu erschließen. Da sich das Unternehmen mit diesem Vorstoß noch in der Projektphase befindet, könne er die am ersten Testlauf teilnehmenden Acts – fünf nationale Signings – noch nicht nennen, bedauert Hellwig. Es soll sich aber um Künstler mit „substanziellen Verkaufserwartungen“ handeln, die die ganze Breite des BMG-Repertoires repräsentieren. Mit einer ersten VÖ sei derzeit für Ende August zu rechnen. Ähnliche Pläne zur Diversifikation hegt Sony-Chef Balthasar Schramm: Allerdings betont Schramm, dass die günstige Variante nur in einer limitierten Auflage veröffentlicht werden sollte, damit Händler nicht auf den teureren Produkten sitzen bleiben. Zudem müsse das Charts-Regularium den neuen Preisstrukturen angepasst werden.






