Als erster der fünf Majors präsentiert BMG Entertainment ein neues, vereinfachtes System zur Abführung von Tantiemen an seine Künstler. Das neue System soll für „Klarheit und Einfachheit in einem Prozess sorgen, der zunehmend unzeitgemäß, ineffizient und verwirrend geworden ist“, erklärte BMG-CEO Rolf Schmidt-Holtz. Eine grundlegende Neuerung des reformierten Systems ist der Wegfall einer Reihe von Standardabzügen, die der Konzern bisher seinen Künstlern für elementare Posten wie Verpackung, Freiexemplare oder Technologie in Rechnung gestellt und von dem vertraglich festgelegten Künstleranteil am empfohlenen Verkaufspreis abgezogen hatte. Im Gegenzug sichert sich BMG Einnahmen aus Konzerten, Sponsor- und Filmverträgen; an diesen Erlösquellen hatte BMG bislang nicht partizipiert. Als Rechnungsgrundlage dient außerdem künftig nicht mehr der empfohlene Verkaufspreis, sondern der Handelsabgabepreis. Das neue System sehe keine Erhöhung der Zahlungen an die Musiker vor, sondern soll lediglich zu mehr Transparenz führen. Dazu werden die bisher rund 100-seitigen Standardverträge auf zwölf Seiten komprimiert. Auch längere Laufzeiten der Verträge sollen gekürzt werden.
BMG reformiert sein Tantiemen-Modell
Als erster der fünf Majors präsentiert BMG ein neues, vereinfachtes System zur Abführung von Tantiemen an seine Künstler.






