Recorded & Publishing

BMG räumt auf

BMG schränkt offensichtlich das Engagement bei nationalen Acts ein. Trotz drastisch reduzierter Öffentlichkeitsarbeit dringen Gerüchte über zahlreiche Entlassungen nach außen.

Im Zuge der umfassenden Umstrukturierungen im Hause BMG Germany/Switzerland/Austria wurde auch die Abteilung Corporate Communications verkleinert; die bisherige Leiterin Regine Hofmann verlässt das Unternehmen. Hofmann hatte die BMG-Öffentlichkeitsarbeit ab 1991 aufgebaut, nachdem sie das Unternehmen zuvor ein Jahr lang als Assistentin der Geschäftsleitung bei BMG Ariola München kennengelernt hatte.

Auch Katharina Aliaga, Director A&R/Marketing, verlässt BMG Ariola München. Ihre abwechslungsreiche Karriere in der Musikindustrie führte Aliaga zu Phonogram, MCA und Epic/Sony Music bevor sie 1999 Head of Music bei Booya Music wurde. Im Oktober 2002 trat sie als Marketingleiterin National Pop/Alternative in die Dienste von BMG Ariola München, wo sie im März 2003 zum A&R/Marketing Director befördert wurde und die Gesamtleitung des Bereichs Pop/Alternativ und BMG Modul übertragen bekam. Da BMG seit einigen Monaten auf Öffentlichkeitsarbeit weitgehend verzichtet, lassen sich über das Ausmaß der drastischen Einschnitte beim nationalen Künstlerstamm und bei den Mitarbeitern lediglich Mutmaßungen anstellen. Gerüchte sprechen von rund 60 Kündigungen. BMG trennt sich offensichtlich von vielen nationalen Acts – nur die erfolgreichsten bleiben, die meisten sollen in Zukunft von Gun Records betreut werden. Von einem Umzug betroffen ist die Abteilung BMG Family Entertainment, die seit dem 17. Mai in der Nähe des Hamburger Hafens residiert.