BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz hat eine neue Aufteilung für die weltweiten Geschäfte der BMG gefunden. Unter anderem bekommt der bisherige Europa-Chef Thomas Stein wieder eine Rolle in GSA zugewiesen. Zudem löst BMG seine regionalen Niederlassungen weit gehend auf. Statt dessen greift künftig folgende Arbeitsteilung: Im Office of the Chairman, geleitet von Schmidt-Holtz, laufen alle Fäden zusammen. An ihn berichten die Label Group, das Territory Management und das Corporate Center. Auch im Chairman-Office angesiedelt: COO Michael Smellie und der neue weltweite Marketingchef Tim Prescott. Letzterer war zuvor Chef der Asia-Pazifik-Region. Die Label Group besteht aus den Repertoire-Divisionen Arista Records, RCA Music Group (inklusive J Records), Jive/Zomba, RLG Nashville und BMG Music Publishing. Das Corporate Center leitet in Personalunion der Publishing-Chef Nick Firth. Zu seinen Aufgaben zählen künftig neben dem Verlagsgeschäft auch Legal & Business Affairs, IT, Finance sowie die Koordination von Herstellung und Vertrieb. Etwas schwammig ist derzeit noch die Rolle des Territory Managements. Fest steht indes, dass Thomas Stein innerhalb dieser Struktur als President für GSA verantwortlich ist. Tim Bowen, bislang COO von BMG Europe, kümmert sich um UK/Australien/Südafrika. Maarten Steinkamp, bislang Senior VP Corporate Development, bekommt den Bereich International zugewiesen. Schmidt-Holtz begründete die Neuordnung mit der derzeitigen Marktsituation. Diese lasse eine Aufteilung in Regionalbüros nicht mehr zu. Wieviele Stellen durch die aktuellen Maßnahmen eingespart werden, gab BMG nicht bekannt. Wie die Struktur innerhalb des GSA-Bereichs künftig aussehen wird, soll in den nächsten Tagen geklärt werden. Aber auch hier ist mit Kürzungen zu rechnen. Besonders über die künftige Rolle des derzeitigen GSA-Chefs André Finkenwirth bei BMG wurde nichts bekannt, ebenso wenig wie über die Eingliederung von Zomba. Erst heute sagte Schmidt-Holtz indes in einem Interview mit der „Welt“, dass auch BMG nicht an einer Konsolidierung vorbei komme: „Kosteneinsparungen sind nicht der Grund unseres Erfolgs, aber sie waren notwendig. Ohne sie hätte es BMG nicht geschafft.“ BMG müsse noch schlanker und effizienter werden, denn auch im Jahr 2003 sei mit einem internationalen Marktrückgang von sieben Prozent zu rechnen.
BMG ordnet weltweite Struktur neu
BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz hat eine neue Aufteilung für die weltweiten Geschäfte der BMG gefunden. Unter anderem bekommt der bisherige Europa-Chef Thomas Stein wieder eine Rolle in GSA zugewiesen.






