Der Bertelsmann-Musikarm BMG schaffte mit einem EBIT von 125 Millionen Euro die Rückkehr in die Profitabilität. Im Vorjahr verzeichnete die Musiksparte noch Verluste in Höhe von 79 Millionen Euro. Gleichzeitig sanken die BMG-Umsätze von drei Milliarden Euro im Vorjahr auf nunmehr 2,7 Milliarden. Auf das Deutschlandgeschäft entfielen Umsätze in Höhe von 252 Millionen Euro. Nach Unternehmensangaben sei das internationale Umsatzminus vor allem auf die Dollarschwäche und rückläufige Zahlen im US-Vertrieb zurückzuführen. Trotzdem konnte die BMG ihren Anteil am weltweiten Musikgeschäft von rund acht auf knapp zehn Prozent steigern. Außerdem stärkte das Unternehmen mit der Übernahme von Zomba und dem Joint Venture J Records seine Position. In der Jahresbilanz 2002 weist Bertelsmann dagegen zunächst Abschreibungen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro auf den Firmenwert von Zomba aus. Nach eigenen Angaben investierte Bertelsmann 2,3 Milliarden Euro in den Kauf von Zomba, die allerdings um mit übernommene liquide Mittel von 470 Millionen Euro entlastet wurden. Die arvato-Gruppe konnte sinkende CD-Produktionsmengen durch Zuwächse bei DVDs kompensieren: In den USA gelang der zu arvato zählenden Sonopress zudem der Turnaround. Als einziger Konzernteil weist die DirectGroup, zu der Buch- und Musikclubs sowie die E-Commerce-Aktivitäten zählen, einen Ertragsrückgang auf: Das EBITA der Sparte sank von minus 61 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 150 Millionen, die Umsätze gingen von 3,1 Milliarden Euro auf 2,7 Milliarden zurück. Von den großen Clubs hätten die Geschäfte in Deutschland und Großbritannien weiterhin Verluste geschrieben.
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