Während nach derzeitigem Kenntnisstand ein Verkauf von Warner Music an EMI wahrscheinlicher scheint als ein 50:50-Joint-Venture zwischen Warner und BMG, brodelt es wieder heftig in der Gerüchteküche. Laut Informationen der „New York Post“ spricht Bertelsmann inzwischen mit Sony über eine Fusion der Musiksparten. Über Details und Strukturen dieser angedachten Firmenhochzeit ist noch nichts bekannt, die „Post“ weiß allerdings von Gesprächen zwischen BMG und Sony Music auf höchster Ebene. Laut den aktuellen Marktzahlen der IFPI kämen die beiden Majors zusammen auf einen weltweiten Marktanteil von 25,2 Prozent und lägen damit fast gleichauf mit Marktführer Universal (25,9 Prozent). Nachdem Sony in der Vergangenheit immer wieder glaubhaft versichert hatte, sich von keiner seiner Entertainment-Firmen trennen zu wollen, deuten die Spekulationen nun auf einen Verkauf von BMG an an Sony Music. Dazu passt auch, dass Bertelsmann-Finanzchef Siegfried Luther Insidern zufolge im vertrauten Kreis wiederholt durchblicken ließ, dass er sich am liebsten von BMG trennen würde. Sollte sich der Bericht der „Post“ bewahrheiten, wird abzuwarten sein, welche Fusion die Wettbewerbshüter genehmigen – Warner-EMI oder BMG-Sony Music. Dass gleich zwei Elefantenhochzeiten grünes Licht bekommen, gilt als unwahrscheinlich.
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