“Das Ergebnis der BMG-Klassik-Aktivitäten weltweit liegt für 2003 im zweistelligen Bereich und bedeutet eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr“, sagt Piendl. „Dies bestätigt einmal mehr, dass man mit Klassik Geld verdienen kann. Wir sind sehr froh, dass sich dies bereits im ersten Jahr nach dem Relaunch niedergeschlagen hat, der auch mit hohen Investitionen verbunden war; der Künstlerstamm wurde restrukturiert, die internationalen Strukturen sind gestärkt.“ Zwar sei das BMG-Classics-Team von einem guten Ergebnis ausgegangen, aber „das Tempo, mit dem sich unsere Maßnahmen positiv ausgewirkt haben, hat uns dann doch überrascht“. Dabei könne man, so Piendl, vor allem in UK, Japan und Taiwan positive Entwicklungen verzeichnen. Und auch in Deutschland, das 2003 mit knapp 20 Prozent Umsatzverlust bei den Albumverkäufen zu kämpfen hatte, sei das Unternehmen profitabel.
Die Veröffentlichungen von Nikolaus Harnoncourt und das Album „Bulgarian Soul“ der Mezzosopranistin Vesselina Kasarova hätten über die Maßen gut verkauft, doch Piendl betont: „Der Erfolg lässt sich nicht nur an einigen wenigen Highlights festmachen, sondern sehr viele Veröffentlichungen haben über die Breite funktioniert – und das ist dann auch eine gesunde Entwicklung.“ Diesen Weg will die Division fortführen. Vor allem steht die Katalogauswertung auf der Agenda: Dazu entstanden die neue Midprice-Serie „Classic Library“ sowie die Boxenreihe „Complete Collections“. Auf DVD veröffentlicht BMG Classics die Serie „Legendary Visions“ mit Dokumentationen berühmter Künstler. Das Unternehmen plant mehr VÖs als 2003, doch soll ihre Zahl weiterhin überschaubar bleiben, so Piendl: „Das Gebot der Stunde ist, dass wir die Projekte noch konzentrierter angehen.“






