Nach den Plänen des geschassten Bertelsmann-Chefs Thomas Middelhoff hätte Zomba-Gründer Clive Calder Rolf Schmidt-Holtz an der Spitze von BMG Entertainment ablösen sollen. Das berichtet die „Financial Times Deutschland“. Der Wechsel sollte nach der vollständigen Übernahme von Zomba durch Bertelsmann über die Bühne gehen. Dabei hätte Calder Anteile an der fusionierten Firma Zomba/BMG erhalten. Mit dem Abgang Middelhoffs wurden diese Pläne nun obsolet. Statt dessen will der neue Bertelsmann-Chef Gunter Thielen die drei Milliarden Dollar, die Zomba kostet, in bar begleichen. Somit steigt die Nettoverschuldung der Gütersloher auf vier Milliarden Euro bis Jahresende. Das sprengt jedoch die internen Grenzen des Konzerns. Thielen will die Zomba-Übernahme mittels eines Überbrückungskredits in Höhe von 2,5 Milliarden Euro (Fälligkeit: Ende 2003) finanzieren. Was nun aus Clive Calder nach dem Wechsel ins BMG-Lager wird, ist derzeit unklar. Selbst sein Weggang wird nicht mehr ausgeschlossen.
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