Ein massiver Schlag gegen die CD-Piraterie gelang der Tonträgerindustrie in Verbund mit der Polizei in Mexiko. Bei einer Razzia im berüchtigten Stadtteil Tepito in Mexiko Stadt beschlagnahmten die Ermittler 420 CD-Brenner, 60.000 bespielte CD-Rs, 40.000 Rohlinge, ebenso viele Jewel-Boxes und 500.000 Inlay-Cards. Zwei Personen wurden in Gewahrsam genommen. Bereits im August war die Polizei zweimal gegen die verbrecherischen Umtriebe in Tepito vorgegangen, wobei es beide Male zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit kriminellen Gangs kam. Damals wurden 172 CD-Brenner, 235.500 bespielte CDs sowie Drogen und Waffen beschlagnahmt und 39 Personen verhaftet. Die Musikpiraterie hatte im Jahr 2002 mit einem Anteil von 68 Prozent ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. Jay Berman, Chairman und CEO der IFPI, gratulierte seinen mexikanischen Kollegen und wies noch einmal auf die drastische Situation in Mexiko hin: „Aktionen wie diese sind absolut notwendig. Die Piraterie hat den dortigen Major-Firmen Einbußen von über 30 Prozent beschert, wodurch ein Drittel der Angestellten in der Musikbranche ihren Job verloren haben.“ Fernando Hernandez, Vorstand des Tonträgerverbands Amprofon, erklärte: „Wir stehen immer noch vor der Herausforderung, rund 50.000 Verkaufsplätze illegaler Tonträger bekämpfen zu müssen. Wir hoffen, dass sich unsere Behörden dem Problem bald annehmen und der Musikindustrie damit die Chance geben, wieder zu gedeihen.“
Bisher größte Piraten-Razzia in Mexiko
Ein massiver Schlag gegen die CD-Piraterie gelang der Tonträgerindustrie in Verbund mit der Polizei in Mexico.






