Nach einem Bericht der „Washington Post“ reiht sich nun auch AOL Time Warner in die Reihe der US-amerikanischen Firmen ein, die mit fragwürdigen Methoden ihre Bilanzen geschönt haben sollen. Demnach habe der Konzern in den Jahren 2000 bis 2002 seine Umsätze im Anzeigengeschäft durch Bilanztricks um mindestens 270 Millionen Dollar in die Höhe getrieben, so das Blatt, dass sich auf interne Dokumente beruft. So seien zum Beispiel langfristige Werbeverträge in kurzfristige Gewinne umgewandelt worden. Ohne diese Methoden hätte AOL Time Warner einen vorhergesagten Zuwachs im Anzeigengeschäft nicht erreicht. Ein Unternehmenssprecher wies die Vorwürfe zurück und sagte, die Buchungsmethoden seien angemessen und entsprächen geltenden Standards. Der Aktienkurs von AOL fiel daraufhin am Donnerstag in New York um knapp sechs Prozent auf 12,45 Dollar. Unterdessen kündigten Anleger in den USA an, AOL Time Warner wegen Täuschung zu verklagen.
Bilanzfälschungsvorwürfe gegen AOL Time Warner
Nach einem Bericht der „Washington Post“ reiht sich nun auch AOL Time Warner in die Reihe der US-amerikanischen Firmen ein, die mit fragwürdigen Methoden ihre Bilanzen geschönt haben sollen.





