Recorded & Publishing

Betreiber von mp3network verurteilt

Das Landgericht München hat die Einstweilige Verfügung gegen den Betreiber der illegalen Filesharing-Plattform mp3network bestätigt und den Beschuldigten verurteilt.

Das Landgericht München hat die Einstweilige Verfügung gegen den Betreiber der illegalen Filesharing-Plattform mp3network bestätigt und den Beschuldigten verurteilt. Er ist jetzt verpflichtet, die Namen seiner Komplizen zu nennen und muß ausserdem die Verfahrenskosten begleichen. Auf mp3network wurden bis Mai diesen Jahres mehrere hundertausend Songfiles illegal heruntergeladen – dann stoppte eine EV das illegale Treiben. Die Verfügung war auf Initative mehrerer Plattenfirmen, des Bundesverbands der Phono und der Kanzlei Waldorf Rechtsanwälte zustande gekommen. Es ist davon auszugehen, dass auf den Betreiber demnächst auch eine Klage auf Schadensersatz zukommt. „Das jetzt ergangene Gerichtsurteil bestätigt erneut, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist“, kommentierte Gerd Gebhardt, Vorsitzender der Phonoverbände. „Interessant ist, wie andere Betreiber illegaler Tauschbörsen auf das Urteil reagieren: Sie behaupten hartnäckig, dass der Falsche verurteilt und mp3networks nur wegen eines Streits unter den Inhabern und nicht wegen der Einstweiligen Verfügung geschlossen wurde“, berichtet Rechtanwalt Björn Frommer, der bei Waldorf Rechtsanwälte mit dem Fall betraut ist. Frommer meint, dass die Download-Fans mit dieser Strategie davon ablenken wollen, „dass ihr Handeln illegal ist und wir eine Strategie dagegen gefunden haben“.

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