Die US-Handelsgruppe Best Buy hat am 16. Juni die Musicland-Gruppe an eine Tochterfirma aus dem Investorenkonglomerat Sun Capital Partners verkauft. Die Investorengruppe übernimmt mit den Musicland-Aktien alle laufenden Verbindlichkeiten und sämtliche Miet- und Pachtverträge der Gruppe, ohne allerdings Geld an Best Buy zu überweisen. Zudem will sich Best Buy an einigen operativen Kosten beteiligen, bis Musicland wieder auf eigenen Beinen stehen kann. Der Deal umfasst alle Musicland-Assets, mit Ausnahme des Distributionszentrums in Franklin, das Best Buy weiterhin betreiben will. Während Sun-Capital-Vorsitzender Jason Neimark das Potenzial der Marke Musicland lobte, bezeichnete Musicland-Präsident Connie Fuhrman den Verkauf angesichts der Sanierungsspezialisten bei Sun Capital als eine gute Nachricht für alle seine Angestellten, Kunden und Lieferanten. Mit diesem Schritt trennt sich der Elektronikdiscounter Best Buy nach nur rund zweieinhalb Jahren wieder von den Entertainmentfachgeschäften der Musicland-Gruppe. Im Dezember 2000 hatte Best Buy für Musicland und die damals zur Gruppe zählenden rund 1350 Outlets unter den Namen Suncoast, Sam Goody, Media Play, On Cue und Magnolia HiFi rund 770 Mio. Dollar ausgegeben. Ab 2001 hatte Best Buy dann das Musicland-Management ausgetauscht, mindestens 160 Filialen geschlossen und im April 2003 den Verkauf der Kette beschlossen.
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