Die Sorgenfalten der Bertelsmann AG wegen Napster glätten sich zunehmend. Nachdem sich der deutsche Medienkonzern bereits mit EMI und Universal Music verständigen konnte, hat sich mit der Warner Music Group nun auch der letzte Major, von dem Gefahr drohte, mit dem einstigen Napster-Investor auf einen Vergleich geeinigt.
In einer gemeinsamen Erklärung gaben beide Unternehmen am 24. April das Ende der Rechtsstreitigkeiten bekannt. Bertelsmann läßt sich die Einigung 110 Millionen Dollar, umgerechnet rund 81 Millionen Euro, kosten und bleibt bei dem Deal ohne Schuldeingeständnis.
Das seit Jahren laufende Verfahren gegen Bertelsmann ist damit allerdings noch immer nicht abgeschlossen. Eine Reihe von unabhängigen Labels und Musikverlagen pocht weiterhin auf Schadensersatz für die von Napster einst verursachten Urheberrechtsverletzungen, die Bertelsmann angeblich mit seinen Millionenkrediten zusätzlich verlängert hatte. Universal Music zog seine Klage im September 2006 nach einer Vergleichszahlung von 60 Millionen Dollar zurück, mit EMI hatte man sich erst vor Kurzem geeinigt, dem Vernehmen nach für rund 100 Millionen Dollar.





