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Bertelsmann will sich von BOL und Napster trennen

Kehrtwende in der Internetstrategie bei Bertelsmann: Der Medienkonzern will sich von den Online-Händlern BOL und BarnesandNoble.com trennen. Auch die Abkehr von Napster wird immer wahrscheinlicher.

Kehrtwende in der Internetstrategie bei Bertelsmann: Der Medienkonzern will sich von den Online-Händlern BOL und BarnesandNoble.com trennen. Auch die Abkehr von Napster wird immer wahrscheinlicher. Die Online-Ausgabe des „Manager-Magazin“ berichtete am 1. September, dass alle BOL-Ableger weltweit abgestoßen werden sollen. Käufer sei Amazon, hieß es. Auch der Web-Shop der US-Buchhandelskette Barnes & Noble stehe zur Disposition. Die DirectGroup, die Bertelsmann-Division, die auch das Online-Geschäft betreibt, wolle „so schnell wie möglich zu Profitabilität in ihrem Kerngeschäft und Stamm-Märkten“ zurückkehren, kündigte der DirectGroup-Chef Ewald Walgenbach an. Im Klartext: Bertelsmann zieht sich aus dem Netz zurück und sucht sein Heil im Geschäft mit den Buchclubs. Noch nicht im Vorstand entschieden, aber mehr als wahrscheinlich ist zudem der Abschied von der Musiktauschbörse Napster. Sie war neben den Online-Händlern eines der Lieblingsprojekte des geschassten Bertelsmann-Chefs Thomas Middelhoff. Noch vor wenigen Tagen schien es, als würde der Gütersloher Konzern sich die Restwerte der Internet-Firma mittels Auktion sichern.

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