Die Bertelsmann AG sah sich am 13. Dezember genötigt einen Bericht zu dementieren, der davon spricht, dass sich der Medienkonzern mittelfristig von einzelnen Geschäftsbereichen trennen will. Es handle sich dabei um Spekulationen ohne Grundlage, ließ Gütersloh wissen.
Das „manager magazin“ berichtet in seiner Ausgabe vom 15. Dezember über Erwägungen des Bertelsmann-Vorstands, die Beteiligung an Sony BMG Music Entertainment, die DirectGroup Bertelsmann oder das Verlagshaus Gruner + Jahr AG zu verkaufen. Dieser Schritt solle den derzeit eingeschränkten finanziellen Spielraum von Bertelsmann vergrößern.
Nach Auszahlung des Gesellschafters Albert Frère im Juni sitze der Konzern nun auf einem Schuldenberg von knapp neun Mrd. Euro bei Umsätzen von 17,9 Mrd. Euro. Diese Last verhindere größere Investitionspläne bei Bertelsmann. Die Verkaufsüberlegungen seien im Rahmen einer Vorstandssitzung Ende Oktober ausgesprochen worden, so das „manager magazin“.
Gerüchte über einen Verkauf der Bertelsmann-Hälfte an Sony BMG kursierten bereits seit dem Frühjahr, der Konzern bekräftigte jedoch immer wieder, dass man am Tonträgergeschäft festhalten wolle. Mehr zum Thema





