Recorded & Publishing

Bertelsmann und Sony besiegeln Fusion

Die Konzerne Bertelsmann und Sony haben die Verträge zur Zusammenlegung ihrer Musiksparten unterschrieben.

Die Konzerne Bertelsmann und Sony haben die Verträge zur Zusammenlegung ihrer Musiksparten Sony Music und BMG unterschrieben. Howard Stringer, CEO der Sony Corp., sieht die Fusion als einen „großen Schritt zur Revitalisierung des Musikgeschäfts im 21. Jahrhundert“. Beide Partner würden „hervorragend“ zueinander passen: „Gemeinsam werden wir ein Umfeld schaffen, das die künstlerische Arbeit zur Freude der Fans auf der ganzen Welt fördern wird.“ Das Jointventure wird Sony BMG heißen und zu je 50 Prozent im Besitz von Bertelsmann und der Sony Corporation of America sein, mit Hauptsitz in New York. Wie bereits nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung Anfang November bekannt wurde, übernimmt Andrew Lack als CEO die Leitung des operativen Geschäfts, Rolf Schmidt-Holtz fungiert künftig als Chairman of the Board. Der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Dr. Gunter Thielen wertete die Unterzeichnung der Fusionsverträge als „Beleg für unser klares Bekenntnis“ zum Musikgeschäft: „Wir glauben an die Zukunft des Musikgeschäftes“, betonte Thielen. Lack und Schmidt-Holtz versicherten, sie wollten sich den Herausforderungen stellen und freuten sich auf die gemeinsame Arbeit. Von der Fusion, die unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Kartellbehörden in den USA und Europa steht, ist nur das Tonträgergeschäft der beiden Firmen betroffen; Musikverlage, Fertigung und Distribution dagegen nicht. Ebenfalls von der Fusion ausgenommen: Das Japan-Geschäft von Sony.

Mehr zum Thema