Recorded & Publishing

Bertelsmann strebt wieder Gewinne bei Sony BMG an

Auch wenn Sony BMG derzeit kartellrechtlich noch fraglich ist und die wichtigen Zahlen der letzten Zwischenbilanz in klarem Rot gehalten waren, rechnet Bertelsmanns Finanzchef Thomas Rabe mittelfristig wieder mit Gewinnen. Auch der Verkauf des BMG-Musikverlags laufe planmäßig.

Auch wenn Sony BMG derzeit kartellrechtlich noch fraglich ist und die wichtigen Zahlen der letzten Zwischenbilanz in klarem Rot gehalten waren, rechnet Bertelsmanns Finanzchef Thomas Rabe mittelfristig wieder mit Gewinnen. Man strebe beim gemeinsam mit Sony betriebenen Major-Konzern in absehbarer Zeit eine Ebitda-Marge von 14 Prozent an, verriet er der „Börsen-Zeitung“. Es gebe Mitbewerber, die diesen Grad an Wirtschaftlichkeit erreicht haben. Deshalb sei es auch bei Sony BMG Ziel, wieder Profite einzufahren.

Zuletzt sank der Quartalsumsatz der Tonträgerfirma um 14 Prozent auf 872 Mio. Dollar, wobei sich die Verluste um 63 Mio. auf 81 Mio. Dollar erhöhten. Dieses Jahr sei noch Teil der Übergangsphase für Sony BMG, so Rabe. Im kommenden Jahr werde sich die Lage dann normalisieren. Mit negativen Folgen aus der von einem EU-Gericht verfügten erneuten Prüfung der Fusion von Sony Music und BMG rechnet auch der Bertelsmann-CFO nicht. Zuvor hatte bereits Rolf Schmidt-Holtz, CEO von Sony BMG, seine Zuversicht in dieser Angelegenheit geäußert.

Auch der Verkauf des BMG-Musikverlags laufe laut Rabe planmäßig und sei unabhängig vom Ausgang der Kartellprüfung von Sony BMG. Das Verlagsgeschäft sei ein völlig anderer Markt, und Bertelsmann werde beim Verkauf von BMG Music Publishing auf keinen Fall ein regulatorisches Risiko eingehen. Derzeit befinde sich noch „eine gute Handvoll“ Bieter in der engeren Auswahl, so Rabe, der jedoch keine Namen nannte. Bis Ende des Monats sollen die Interessenten verbindliche Angebote vorlegen, bis Ende September will Bertelsmann den Musikverlag verkauft haben.

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