Bei der Bertelsmann AG lässt man sich auch angesichts der drohenden eingehenden EU-Prüfung des Verkaufs von BMG Music Publishing an Universal Music nicht aus der Ruhe bringen. Bis Jahresende würde die Universal-Mutter Vivendi die 1,63 Milliarden Euro Kaufpreis überweisen, hieß es aus Gütersloh.
„Wir arbeiten mit Vivendi zusammen, um die notwendigen Eingaben zu machen. In dieser Phase können wir den Zeitpunkt nicht kommentieren, sind aber zuversichtlich, dass die notwendige Erlaubnis erfolgen wird“, erklärte Bertelsmann-Sprecher Andreas Grafemeyer zu den Berichten über eine angebliche viermonatige kartellrechtliche Prüfung des Deals. „Wir haben im September schon gesagt, dass wir mit dem Eingang der Verkaufserlöse bis zum Jahresende rechnen. Daran hat sich nichts geändert.“
Anonyme Quellen, die offenbar mit den Gesprächen zwischen der EU-Kommission, Universal und BMG vertraut sind, hatten am 29. November gegenüber den Medien durchblicken lassen, dass nach der Beendigung der ersten Prüffrist am 8. Dezember mit einer Fortsetzung des Verfahrens zu rechnen ist. „Die werden einen zweiten Anruf von der EU erhalten“, meinte ein unbekannter Informant.
Die Kartellwächter hatten sich demnach am 28. November mit Vertretern von Universal und BMG in London getroffen und im Anschluss angedeutet, dass man unter anderem angesichts der ungeklärten kartellrechtlichen Situation im Fall Sony BMG keine vorschnelle Genehmigung für den Zusammenschluss der beiden Musikverlage erteilen wolle.





