Über Geschmacksfragen lässt sich trefflich streiten, das gilt sicher auch im Zusammenhang mit Mario Barth. Aber der Erfolg des Comedians, auch und gerade beim zahlenden Publikum, lässt sich kaum wegdiskutieren. Vor diesem Hintergrund kam es in der vergangenen Woche zum Streit zwischen Sony Music und dem Bundesverband Musikindustrie: Während der Major aufgrund aktueller Verkaufszahlen den Spitzenplatz der MusikWoche Top 100 Longplay für Mario Barth und sein jüngstes Werk, „Männer sind peinlich, Frauen manchmal auch! – Live“, reklamierte, schloss der Bundesverband Musikindustrie das Werk per Vorstandsbeschluss von dieser Hitliste aus – Mario Barth und Sony Music mussten sich statt mit dem Platz an der Sonne in der wichtigen Longplay-Wertung mit einem Spitzenplatz in den bislang nur wenig beachteten Comedy-Charts bescheiden. Nach Informationen von MusikWoche hatte die CD in der Veröffentlichungswoche durchgängig den ersten Rang der Trend-Charts belegt und soll nach Verkaufszahlen rund 20 Prozent vor Madonna gelegen haben, die mit ihrer „Celebration“-Kopplung schließlich aber den Spitzenplatz in den MusikWoche Top 100 Longplay verteidigen konnte.
Berger und Renner stellen Charts in Frage
Neue Runde im Streit zwischen Sony Music und dem Bundesverband Musikindustrie: Nach dem Charts-Ausschluss des aktuellen Werks von Mario Barth legen Edgar Berger, CEO Sony Music, und Tim Renner, Geschäftsführer von Motor Entertainment, mit grundsätzlicher Kritik an den Hitlisten nach.






