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Believe meldet Milliarden-Meilenstein

Am 7. Februar kurz nach Handelsschluss an der Pariser Euronext sorgte Believe mit einer großen Zahl für Aufsehen: Im Jahr 2022 habe man konzernweit mehr als eine Milliarde Euro mit digitalen Musikverkäufen erzielt, verkündete das Unternehmen. CEO Denis Ladegaillerie feiert das als „Meilenstein“.

Am 7. Februar 2023 kurz nach Handelsschluss an der Pariser Euronext und noch deutlich vor der erst für Mitte März angekündigten Bekanntgabe der Umsätze und Ergebnisse fürs abgelaufene Geschäftsjahr sorgte Believe mit einer großen Zahl für Aufsehen: Im Jahr 2022 habe man konzernweit mehr als eine Milliarde Euro mit digitalen Musikverkäufen erzielt, verkündete das französische Musikunternehmen, und sieht damit die eigene Geschäftsstrategie bestätigt.

Denis Ladegaillerie zeigt sich denn auch „stolz darauf, diesen Meilenstein als Zeichen des kontinuierlichen Erfolgs unserer Artists und Labels“ feiern zu können. Der Gründer und CEO von Believe kommentiert: „Das ist eine Anerkennung der Stärke und Leidenschaft, die wir in unseren beiden Herzen tragen: unsere Künstlerinnen und Künstler, die in allen Phasen ihrer Karriere bewegende Musik erschaffen, der Fans gerne folgen und von der sie sich inspirieren lassen. Und unsere Mitarbeiter, die ihre digitale Expertise und ihr Tech-Know-how mit Respekt, Fairness und Transparenz einbringen.“

Und auch Thorsten Freese, CEO Believe Group Germany, steuert ein Statement bei: „Believe ist der einzige Player mit einer digitalen DNA, deshalb verstehen wir es wie kein anderes Musikunternehmen, mit unseren Artists und Labels auf digitalen und sozialen Plattformen schnell wachsende Audiences zu erreichen und digitale Erfolge zu erzielen.“ Diese Expertise mache das Unternehmen laut Freese „auf dem wachsenden Independent-Markt zur ersten Adresse für immer mehr unabhängige Artists und Labels“. In Deutschland gehöre Believe vor diesem Hintergrund „bereits zu den Top 3 beim Streaming von Local Repertoire“.

Allerdings muss man die Milliardensumme wohl ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen.

Schließlich kletterten die Umsätze im vorherigen Geschäftsjahr von Anfang Januar bis Ende Dezember 2021 um 30,7 Prozent auf damals 577,2 Millionen Euro, wie Believe Mitte März 2022 bei der Vorlage der ersten Jahresbilanz als börsennotiertes Unternehmen meldete. Die nun erzielte Milliardensumme würde im Vergleich zu diesem Umsatzwert einem Plus von mehr als 73 Prozent entsprechen.

Statt von Umsätzen spricht man bei Believe allerdings von digitalen Musikverkäufen beziehungsweise Digital Music Sales. In diese Kennzahl, die im US-GAAP-Regelwerk für die Rechnungslegung so nicht enthalten ist, fließt nach Erläuterungen des Unternehmens das auf digitalen Plattformen und sozialen Medien generierte Geschäftsvolumen der Believe-Gruppe selbst beziehungsweise der von Believe unterstützten Künstler:innen und deren Labels ein – in Bruttobeträgen vor dem Abzug von Lizenzgebühren oder Tantiemen, die im Bereich der Artists- und Labelservices von Believe an Künstler:innen oder Labels fließen. Bei der Tochter TuneCore fließen derweil deren Abonnement-Einnahmen und nicht die Umsätze der Künstler:innen in den Wert ein.

Davon unabhängig liefert Believe begleitend zur Milliarden-Meldung Glückwunschbotschaften ausgewählter Partner mit. So wertet Lyor Cohen, Global Head of Music im Hause YouTube, den Meilenstein als „ein weiteres Zeichen für Believes Engagement, ein nachhaltiges digitales Ökosystem für jeden Artist auf der Welt aufzubauen“. Bei Spotify gratuliert derweil Jeremy Erlich als Vice President & Global Head of Music dem „geschätzten Partner“ zu „diesem unglaublichen Meilenstein“, während sich bei Amazon Music schließlich Rishi Mirchandani als Vice President Licensing and Strategy stolz darauf zeigt, „mit Believe zusammenzuarbeiten“.