Branchenexperten in den USA gehen davon aus, dass sich der amerikanische Markt mit Klingeltönen innerhalb von 18 Monaten an das Niveau von Europa und Japan anpassen wird. Derzeit sind die Staaten in dieser Hinsicht ein Entwicklungsland. Michael Nash, bei der Warner Music Group als Senior Vice President Internet Strategy and Business Development tätig, glaubt, dass der US-Markt vielleicht sogar schon in einem Jahr den Rückstand aufholen kann. Im laufenden Jahr rechnet das Marktforschungsunternehmen Consect mit Klingeltonumsätzen von 300 Mio. Dollar – also nur 7,5 Prozent des weltweiten Gesamtmarkts, der rund vier Mrd. Dollar schwer ist. Optimistische Schätzungen rechnen mit einer Mrd. Dollar aus dem US-Geschäft im Jahr 2008, konservativere Prognosen gehen eher von 330 bis 650 Mio. Dollar aus. Der amerikanische Handynutzer wisse meist nicht einmal, was das Briefumschlagssymbol auf seinem Display bedeute, das auf den Empfang einer Textnachricht hinweist, beklagte sich BMG-Chef Maarten Steinkamp unlängst im musikwoche-Interview. Für Plattenfirmen ein Stolperstein auf dem Weg zu mehr mobilen Umsätzen. Aber auch die zurückhaltende Position vieler Mobilfunkprovider und Content-Aggregatoren sei verantwortlich für die schleppende Entwicklung in den USA, meinen Experten. Die Marktforscher von Frost & Sullivan registrierten im Jahr 2003 lediglich 81 Mio. Dollar an Marketingausgaben, die für Markenbildung im mobilen Musiksektor getätigt wurden. Im selben Jahr gaben europäische Carrier rund 1,15 Mrd., japanische Dienste 720 Mio. Dollar aus. Doch einige wegweisende Deals von Labels und Mobilfunkern mit Firmen wie Zingy, Faith West oder Infospace Mobile deuten darauf hin, dass auch der größte Musikmarkt mobiler wird.
Bei amerikanischen Handynutzern klingelt es nur langsam
Branchenexperten in den USA gehen davon aus, dass sich der amerikanische Markt mit Klingeltönen innerhalb von 18 Monaten an das Niveau von Europa und Japan anpassen wird. Derzeit sind die Staaten in dieser Hinsicht ein Entwicklungsland.





