Nachdem der Polizei in der vergangenen Woche der bislang größte Schlag gegen organisierte Raubkopierer gelungen ist, will sich die Staatsanwaltschaft auch die Kunden des illegalen Online-Vertriebs FTP-Welt vornehmen. Zunächst schien es noch so, als wollten sich die Behörden mit der Festnahme der vier Drahtzieher in Mühlhausen und München begnügen, da die Verfolgung der rund 45.000 Abnehmer von Musik, Filmen, Games und Software als Herkulesaufgabe gilt. Inzwischen jedoch erklärte der leitende Oberstaatsanwalt, Hans-Joachim Petri, seine Behörde werde in jedem Fall prüfen, ob die Kunden von FTP-Welt „vorsätzlich gegen das Urheberrecht verstoßen haben“. Petris Kollege, Staatsanwalt Thomas Köhler, meinte indes, dass gegen alle Personen, die sich über den inzwischen weit gehend stillgelegten Downloaddienst mit urheberrechtlich geschützten Daten versorgt haben, Strafverfahren eröffnet werden sollen: „Der Download war strafbar. Die Nutzer werden sich kaum damit herausreden können, gemeint zu haben, es handle sich um ein legales Angebot.“
Behörden jagen auch die Kunden von FTP-Welt
Nachdem der Polizei in der vergangenen Woche mit vier Verhaftungen der bislang größte Schlag gegen organisierte Raubkopierer gelungen ist, will sich die Staatsanwaltschaft auch die Kunden des illegalen Online-Vertriebs FTP-Welt vornehmen.





