Recorded & Publishing

BDMV fordert verantwortungsvolle Reform

Die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) hat an die Bundesregierung appelliert, die geplante Reform des Gemeinnützigkeitsrechts verantwortlich und unter Einbindung der Betroffenen vorzunehmen.

Die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) hat an die Bundesregierung appelliert, die geplante Reform des Gemeinnützigkeitsrechts verantwortlich und unter Einbindung der Betroffenen vorzunehmen. Das Gutachten des wissenschaftlichen Beirats, das der Politik unter anderem vorschlägt, Steuervergünstigungen für gemeinnützige Organisationen zu reduzieren sowie die steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden und die Möglichkeiten des Kultursponsorings einzugrenzen, war zuletzt in die öffentliche Kritik geraten.

„Die Auswirkungen auf den Kulturbetrieb und das musikalische und kulturelle Angebot vor allem in der Fläche wären verheerend“, sorgt sich Verbandspräsident Dr. Wolfgang Bötsch. Vizepräsidentin Gitta Connemann gibt sich allerdings zuversichtlich: „Ich bin mir sicher, dass das vorgelegte Gutachten des wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzminister keine politische Mehrheit finden wird. Nun müssen wir bei der geplanten Reform sicherstellen, dass die Interessen der gemeinnützigen Musikvereine angemessen berücksichtigt werden.“

Der BDMV vertritt rund 1,3 Mio. Mitglieder in 18.000 ehrenamtlich geführten Orchestern und veranstaltet unter anderem alle sechs Jahre das Deutsches Musikfest, das vom 17. bis zum 20. Mai 2007 in Würzburg stattfindet.

Mehr zum Thema