Recorded & Publishing

BAP auf DVD, CD und Film

Mit der fast zeitgleichen Veröffentlichung der „Övverall“-DVD und -Live-CD, dem Start des Kinofilms und der Wiederaufnahme der Tour steht eine große BAP-Offensive ins Haus. Wolfgang Niedecken und BAPs Produktmanager Volker Sonntag verrieten musikwoche.de, wie es dazu kam.

“Wir nutzen natürlich die gegenseitigen PR-Effekte beim Marketing aus“, erläutert Volker Sonntag, Marketing Manager Rock/Pop/ R&B bei EMI Electrola GmbH & Co. KG und als Produktmanager zuständig für BAP. „Dass nun alles gleichzeitig kommt, war Zufall“, ergänzt Wolfgang Niedecken und berichtet von EMIs Plänen, bereits die vom WDR-„Rockpalast“ mitgeschnittene Live-Präsentation des letzten Studioalbums, „Aff un zo“, als DVD zu veröffentlichen. „Aber wir waren dagegen, denn für eine DVD sollte man mit den Möglichkeiten arbeiten, die das Format bereithält. Mit der,Övverall“-DVD bieten wir dem Betrachter zuhause nun eine Atmosphäre, die auch wiederholtes Zuschauen lohnt.“

Deswegen filmte die Produktionsfirma DoRo die beiden Konzerte in der KölnArena vom Dezember 2001 gleich im 5.1.-Sound und mit mehreren Kameras, die Trierweiler Firma Imagion produzierte daraus eine Doppel-DVD mit sechs Stunden Länge. Wegen dieser hohen Kapazität konnte auch keine DVDplus wie zuletzt bei Herbert Grönemeyer und Pur erstellt werden, erläutert Sonntag.

Und Niedecken ist begeistert: „Ich hätte nie gedacht, dass mal ein Tonträger von uns mit einem kompletten Konzert herauskommt.“ Er wolle sich nun auch eine 5.1-Anlage zulegen und schwärmt: „Dieser Klang hat etwas Überwältigendes.“ Auf Stereoton herabgemischt und von 37 auf 27 Songs reduziert erscheinen ebenfalls am 11. März eine Live-Doppel-CD und eine Vierfach-LP.

Für EMI steht zwar die „DVD im Mittelpunkt, aber wir wollen auch die CD verkaufen. Einen eindeutigen Marketing-Schwerpunkt gibt es nicht“, erklärt Sonntag. Jedes Produkt soll auf das andere verweisen. Dazu gehört neben der am 14. März wieder startenden Tour auch der am 7. März im Kino anlaufende BAP-Film von Wim Wenders, „Viel passiert“. Für dessen DVD-Verwertung sei dann eine DVDplus geplant, so Niedecken.