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Banken wollen niedrig bei EMI einsteigen

Die Übernahmebemühungen rund um die EMI Group werden wieder intensiver. Noch in dieser Woche wollen die US-Hedge-Fonds Cerberus und Fortress den EMI-Aktionären ein gemeinsames Angebot unterbreiten. Gleichzeitig soll sich Warner Music wieder zu Wort gemeldet haben.

Die Übernahmebemühungen rund um die EMI Group werden wieder intensiver. Noch in dieser Woche wollen die beiden US-amerikanischen Hedge Fonds Cerberus und Fortress den EMI-Aktionären angeblich ein gemeinsames Angebot unterbreiten. Die förmliche Offerte soll allerdings unter 260 Pence pro Aktie liegen, berichtet der „Telegraph“ unter Berufung auf Insiderquellen.

Gleichzeitig soll sich auch die Warner Music Group (WMG) wieder zu Wort gemeldet haben. Bereits in der vergangenen Woche hätten sich die Amerikaner in London gemeldet und darauf verwiesen, dass das letzte Angebot in Höhe von 260 Pence, das vom EMI-Management als zu niedrig abgelehnt worden war, noch immer auf dem Tisch liege. Dem Vernehmen nach bereitet die WMG nun ein offizielles Angebot vor. Es wäre das dritte innerhalb von einem Jahr.

Zudem gilt One Equity, der Risikokapitalableger von JPMorgan, als weiterhin an EMI interessiert. Dass die Investmentbanken mit einem vergleichsweise niedrigen Gebot an die Aktionäre herantreten wollen, soll einen pragmatischen Grund haben: Weil eine Fusion mit dem Mitbewerber kartellrechtlich riskant ist, könnten sich Fortress und Cerberus erlauben, Warner zu unterbieten. Aus dem EMI-Umfeld heißt es aber, dass das Management den Aktionären kein Angebot vorlegen werde, das unter den bereits abgelehnten liegt.

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