Sein Vertrag mit EMI läuft eigentlich noch bis April 2008, doch Martin Bandier, Chairman & Co-CEO von EMI Music Publishing, will seinen Arbeitgeber so früh wie möglich verlassen. Um das Verlegerurgestein jedoch nicht an die Konkurrenz zu verlieren, locken ihn die Briten nun mit einem Joint Venture.
Eric Nicoli, Chairman der EMI Group, hat Bandier bereits die Gründung eines gemeinsam betriebenen Musikverlags vorgeschlagen, der unter dem Dach der EMI Group, aber unabhängig von EMI Music Publishing arbeiten würde. Wie bereits vor einigen Wochen berichtet, plant Bandier schon länger, seinen Vertrag früher als geplant zu beenden.
Bei einem Meeting von rund 40 führenden Mitarbeitern in der New Yorker Zentrale von EMI Music Publishing verkündete Bandier am 30. Oktober nun offiziell sein vorzeitiges Ausscheiden. Er werde noch bis maximal April 2007 an der Spitze des Majorverlags stehen. Über seine Pläne für die Zeit danach hielt er sich sich relativ bedeckt und betonte lediglich, dass er dann ein „freier Mann“ sei.
Seit Wochen wird Bandier mit Warner/Chappell in Verbindung gebracht, wo er dem Vernehmen nach die Verlagsleitung von Richard Blackstone übernehmen soll, um danach die Übernahme von EMI Music Publishing in die Wege zu leiten.
Ungeachtet des vorzeitigen Abschieds von Bandier, der nach der Übernahme des von ihm gegründeten Musikverlags SBK Entertainment World durch EMI im Jahre 1989 zum Chef des derzeit noch weltgrößten Musikverlags aufstieg, bleibt Roger C. Faxon sein designierter Nachfolger.






