Recorded & Publishing

Bandier verlässt EMI vorzeitig mit großen Plänen

Eigentlich wollte er erst zum April 2007 das Ruder bei EMI Music Publishing abgeben. Doch nun heißt es, Martin Bandier wolle den Musikverlag bereits in wenigen Wochen verlassen. Angeblich, um bei Warner/Chappell anzuheuern oder um seine Ex-Firma aus der EMI Group herauszukaufen.

Eigentlich wollte er erst zum April 2007 das Tagesgeschäft als CEO bei EMI Music Publishing endgültig abgeben. Doch nun heißt es, Martin Bandier wolle den derzeit noch weltgrößten Musikverlag bereits in wenigen Wochen verlassen.

Angeblich, um bei Warner/Chappell anzuheuern oder um seine Ex-Firma aus der EMI Group herauszukaufen. Mehrere US-Medien stützen sich auf konkrete, wenngleich anonyme Hinweise aus der Branche, die von einem vorzeitigen Abschied des Topverlegers nach 18 Jahren Firmenzugehörigkeit berichten. Es soll bereits Gespräche zwischen Bandier und Edgar Bronfman jr., dem CEO der Warner Music Group, gegeben haben.

Dem Vernehmen nach ging es dabei unter anderem um eine Führungsposition beim WMG-Musikverlag Warner/Chappell. Gerüchteweise gilt dort CEO Richard Blackstone schon seit einiger Zeit als angezählt. Doch nicht nur der Chefposten von Warner/Chappell liegt den Spekulationen zufolge in der Reichweite von Bandier. Erneut wurde vermutet, er wolle gemeinsam mit Privatinvestoren EMI Music Publishing übernehmen und den Verlag aus der EMI Group herauslösen.

Weiterführend wäre natürlich auch eine Kombination der Musikverlage von Warner und EMI denkbar, nachdem eine Großfusion der beiden Majors aufgrund eines EU-Urteils ins Stocken geraten war. Offizielle Stellungnahmen gab es zu diesen Meldungen nicht.

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