Der schrittweise Ausstieg von Martin N. Bandier an der Spitze des weltgrößten Musikverlags hat offenbar noch andere Hintergründe als offiziell bekannt wurde. Dem Vernehmen nach wollte der Chairman von EMI Music Publishing das Unternehmen aus dem Verbund der EMI Group herauskaufen. Doch laut der „New York Post“ scheiterte das Verlegerurgestein mit diesem Plan am Widerstand der EMI-Führungsspitze um Eric Nicoli und Alain Levy.
Von EMI selbst gab es zu diesem Bericht keinen Kommentar. Bandier nahe stehende Quellen gehen jedoch davon aus, dass der Manager auch nach seinem Abschied von EMI der Branche erhalten bleibt – wahrscheinlich mit einem eigenen Unternehmen. Ein Management-Buyout des EMI-Verlags bleibt aber unter Beobachtern weiter eine mögliche Option: Sollte es in der Zukunft tatsächlich zu dem von einigen erwarteten Zusammenschuss von Warner Music und EMI kommen, dürften Kartellwächter Einwände gegen die zu große kombinierte Marktmacht von EMI Publishing und Warner/Chappell haben.






