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Avram arbeitet nicht mehr mit DEAG zusammen

Noch im September kündigte Veranstalter DEAG eine Weiterführung der Zusammenarbeit mit Marcel Avram an, der jetzt nichts mehr davon wissen will. Bei DEAG sieht man die Situation gelassen und beruft sich auf einen Vertrag.

Noch im September kündigte Veranstalter DEAG – Deutsche Entertainment AG eine Weiterführung der Zusammenarbeit mit Marcel Avram an. Avram sollte als freier Unternehmer im Rahmen einer neuen Kooperationsvereinbarung in den kommenden zwei Jahren Rock- und Popkonzerte im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich für die DEAG vermitteln. Doch nun schert Avram aus: „Es gibt keine Zusammenarbeit mehr“, sagte der Impresario gegenüber „Börse Online“.

Bei der DEAG besteht man indes darauf, „einen gültigen Vertrag“ mit Avram zu haben, wie auch Axel Mühlhaus vom Kommunikationsdienstleister Edicto bestätigt. Edicto zeichnet für die DEAG-Finanzkommunikation verantwortlich.

Der Artikel in „Börse Online“ behauptet außerdem, dass es Tatsache sei, dass DEAG bei diesjährigen Top-Acts wie Bon Jovi, Eros Ramazzotti oder Eric Clapton außen vor bleibe und „ohne Avram bei der DEAG das Rock- und Pop-Geschäft quasi ausfällt“. Eine These, die, wie Axel Mühlhaus bestätigt, bei DEAG vor allem unverständliches Kopfschütteln ausgelöst habe: „Natürlich ist es richtig, dass die DEAG manchen Künstler nicht bekommt, aber das geht eigentlich allen in der Branche so.“ Mühlhaus weiter: “ Die Behauptungen sind weit von der Realität entfernt. Die DEAG hat eine prall gefüllte Veranstaltungs-Pipeline im Rock- und Pop-Bereich und geht davon aus, dort die Umsätze auch in 2006 zu steigern.“

Auch die von „Börse-Online“ gestreuten Abschreibungsgerüchte weiß Mühlhaus zu entkräften: „Es wird für das Jahr 2006 keine Ergebnisbelastungen aus Abschreibungen bei der DEAG geben.“

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