Die australische Musikbranche musste im ersten Halbjahr erneut einen herben Rückschlag verkraften. Der Stückzahlenabsatz aller Formate sank laut der offiziellen Statistik des Branchenverbands ARIA um 7,5 Prozent auf 22,7 Mio. Einheiten. Besonders schwer traf es CD-Singles, die einen Einbruch von 24,6 Prozent auf nur noch 3,5 Mio. Stück erlitten. Alben verloren 2,6 Prozent auf 17,5 Mio. Exemplare, Vinylformate erlebten indes eine Renaissance auf sehr niedrigem Niveau.
Auch das Boom-Format der jüngeren Vergangenheit scheint sein Potenzial erreicht zu haben: Von Musik-DVDs verkauften australische Firmen nur noch 1,7 Mio. Kopien – ein Minus von 7,6 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004. Beim Handelswert der ausgelieferten Ware liegen die Verluste sogar im zweistelligen Bereich: 209 Mio. australische Dollar (130 Mio. Euro) entsprechen einem Umsatzrückgang von 11,8 Prozent.
Nicht Teil der Halbjahresbilanz sind die digitalen Verkäufe. ARIA-Chef Stephen Peach erklärte, der Anteil dieses Marktsegments sei noch sehr gering. Zudem fehlten derzeit noch umfassende Erfassungsmethoden für den Digitalmarkt. Doch in der Bilanz für das Gesamtjahr 2005, die ARIA im März 2006 vorstellen will, sollen auch erstmal Downloads und Klingeltöne berücksichtigt werden. Bis dahin wird es vermutlich auch eine Niederlassung des iTunes Music Store geben, von dem sich die australische Branche eine Initialzündung verspricht.





