Die australische Musikbranche befindet sich nach gut zwei Jahren der massiven Einbrüche wieder auf dem Weg der Besserung. Im ersten Halbjahr wuchsen die Absatz- und Umsatzzahlen merklich. 224 Mio. australische Dollar (133 Mio. Euro) sind 5,8 Prozent mehr Einnahmen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Garant für die Erholung der Branche ist neben dem Downloadboom auch ein stabiler CD-Markt und die Attraktivität des lokalen Repertoires. Knapp ein Drittel der hundert erfolgreichsten Veröffentlichungen des ersten Halbjahres stammten nach Angaben des Branchenverbands ARIA aus heimischer Produktion – vor einem Jahr war es nur ein Viertel.
Mit 20,4 Mio. verkauften Einheiten stieg der Absatz von CD-Alben um 17 Prozent, der damit erzielte Umsatz kletterte um 4,7 Prozent auf 185,4 Mio. Dollar (110,3 Mio. Euro). Wesentlich deutlicher wuchs der digitale Markt Down Under: 9,4 Mio. verkaufte Tracks bedeuten ein Plus von fast 395 Prozent, der damit erzielte Umsatz von 12,2 Mio. Dollar (7,3 Mio. Euro) entspricht einem Zuwachs um 306 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2005. Hauptgrund für diese Marktexplosion dürfte der im Oktober 2005 eröffnete iTunes Music Store sein, der bereits 40 Prozent des Downloadgeschäfts in Australien bestimmt.
ARIA-Chef Stephen Peach erwartet jedoch gerade in diesem Segment mehr Bewegung. Zahlreiche Onlinehändler stünden bereits in den Startlöchern und würden mithelfen, den Anteil des Digitalgeschäfts auf zehn bis zwölf Prozent des Gesamtmarkts anzuheben.





