Am 8. Juni wurde der erste Filesharer in Deutschland rechtskräftig verurteilt. Jetzt denkt auch die IFPI Austria wieder laut über ein gerichtliches Vorgehen gegen P2P-Nutzer nach. Der Geschäftsführer des Verbands der Österreichischen Musikwirtschaft, Franz Medwenitsch, bestätigt, dass im Nachbarstaat Beweise zur Vorbereitung von Klageschriften gesammelt werden. Bisher habe man sich darauf beschränkt, die Konsumenten über die Urheberrechtsverletzungen aufzuklären. Das Unrechtsbewusstsein sei daraufhin zwar gestiegen, die Strategie habe jedoch nicht zum Rückgang der Downloads geführt. „Die Erfahrung aus anderen Ländern zeigt, dass erst Klagen eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Risiken einer Gesetzesverletzung bewirken“, kommentiert Medwenitsch das Verhalten der P2P-Nutzer. Der österreichische EMI-Boss Albert Manzinger beurteilt die Lage ähnlich: „Ich bin dafür, dass auch in Österreich geklagt wird. In Amerika haben diese Klagen zu einem Knick bei den illegalen Downloads geführt. Erst diese Maßnahme macht den Leuten das Ausmaß dessen klar, was sie damit anrichten.“ So scheint es sehr wahrscheinlich, dass die IFPI Österreich den gleichen Weg wie die Verbände in Deutschland und Dänemark einschlagen wird. In Italien und Großbritannien hat der Verband der Musikwirtschaft ebenfalls rechtliche Schritte gegen Filesharer angekündigt.
Auch IFPI Österreich bereitet Filesharer-Klagen vor
Am 8. Juni wurde der erste Filesharer in Deutschland rechtskräftig verurteilt. Jetzt denkt auch die IFPI Austria wieder laut über ein gerichtliches Vorgehen gegen P2P-Nutzer nach.






