Recorded & Publishing

Auch der Backkatalog rollt wieder steinig an

Neben der Best-Of-CD bei Virgin rücken die beteiligten Firmen – Virgin/EMI und Mercury/Universal Marketing Group – den gesamten Backkatalog der Rolling Stones wieder in den Vordergrund.

Da die Band 1970 von ihrer bisherigen Firma Decca zu ihrem eigenen Label Rolling Stones Records, das damals bei Atlantic und heute bei Virgin angesiedelt ist, wechselte, liegen die Rechte für 22 Longplayer aus den 60er-Jahren inzwischen bei ABKO, dem Unternehmen des einstigen Stones-Anwalts Allen Klein. Für die weltweite Vermarktung zeichnet Universal verantwortlich, in Deutschland liegt das Repertoire bei Island Mercury, die Vermarktung übernimmt die Universal Marketing Group. So erscheinen am 21. Oktober alle frühen Platten bis einschließlich dem Live-Album „Get Yer Ya-Ya“s Out“ im SACD-Format, das auf SACD- wie auch auf normalen CD-Playern abläuft. Alle Discs wurden neu gemastert, zudem sind erstmals alle zum Teil erheblich voneinander abweichenden US- und UK-Versionen erhältlich.

Darauf soll eine große Kampagne hinweisen, während EMI Catalogue im Zuge der Veröffentlichung der Virgin-CD auf ihren Katalog hinweist, der alle Alben seit „Sticky Fingers“ umfasst. Da Jagger, Richards & Co. nicht bereit waren, die Hochpreis-Bindung der CDs aufzugeben und auch keine neue remasterten Versionen vorliegen, fährt EMI Recorded Music keine eigene Kampagne zu den Virgin-Backkatalog-Titeln, wie Peter Sonntag, Senior Product Manager bei EMI Catalogue, im Gespräch mit musikwoche.de erklärt: „Wir versuchen, in Zusammenhang mit der Kampagne für die neue Doppel-CD auch Aufmerksamkeit für den gesamten Backkkatalog zu generieren.“