Recorded & Publishing

Auch Alicia Keys rettet die Zwischenbilanz des US-Handels nicht

Während Alicia Keys mit „Unplugged“ bereits ihr drittes Album in Folge an der Spitze der US-Charts platzieren kann und dabei sowohl Lokalmatadore und internationale Stars auf die hinteren Ränge verweist, hat die amerikanische Branche weiterhin mit schwachen Verkaufszahlen zu kämpfen. Kurz vor dem Beginn der Hauptsaison ist das Absatzminus immer noch zweistellig.

Während Alicia Keys mit „Unplugged“ bereits ihr drittes Album in Folge an der Spitze der US-Charts platzieren kann und dabei sowohl Lokalmatadore und internationale Stars auf die hinteren Ränge verweist, hat die amerikanische Branche weiterhin mit schwachen Verkaufszahlen zu kämpfen. Kurz vor dem Beginn der Hauptsaison ist das Absatzminus immer noch zweistellig. Die 436 Mio. Alben, die der Handel seit Jahresanfang verkaufen konnte, sind zehn Prozent weniger als zur gleichen Zeit vor einem Jahr. Und die rund zehn Mio. Alben, die US-Musikfans in der Woche bis zum 16. Oktober gekauft haben, sind sechs Prozent weniger als noch in der Woche davor und 2,6 Prozent weniger als in der Vorjahreswoche.

Soulstar Keys trägt dabei mit ihren 196.000 Erstwochenverkäufen noch den größten Teil zur mageren Wochenbilanz bei. Doch bei ihr kann der Handel hoffen: Die ersten beiden Alben von Keys verkauften zusammen inzwischen mehr als zehn Mio. Stück in den Vereinigten Staaten. Platz zwei geht an Nickelback nach 170.000 Verkäufen von „All The Right Reasons“ in der zweiten Woche. Dritter ist Country-Sänger Gary Allan, dessen 97.000 Kopien von „Tough All Over“ eine neue persönliche Bestleistung darstellen. Von neun zurück auf vier sind die Black Eyed Peas, die weitere 90.000 Einheiten von „Monkey Business“ absetzen konnten.

Dahinter sichert sich Kanye West mit 83.000 Exemplaren von „Late Registration“ Position fünf. Mit seinem ersten englischsprachigen Album seit fünf Jahren steigt Ricky Martin auf Platz sechs ein – „Life“ fand auf Anhieb 73.000 Käufer. Rang sieben geht an Sheryl Crow nach 59.000 Verkäufen von „Wildflower“, gefolgt von Twista, der von „The Day After“ nur 1000 Stück weniger absetzte, und Gretchen Wilson, die von „All Jacked Up“ für die neunte Position weitere 1000 Exemplare weniger verkaufen musste.

Zurück in den Top Ten ist Young Jeezy, der mit 54.000 Units von „Let’s Get It: Thug Motivation 101“ neun Plätze gutmacht. In der Hitliste der kommenden Woche könnte die Abrechnung für die Händler wieder etwas besser werden. Unter den in dieser Woche veröffentlichten Alben befinden sich Schwerpunktthemen von Ashlee Simpson, Stevie Wonder, Depeche Mode, Rod Stewart und Martina McBride.