Während sich die meisten großen Internetanbieter gegen eine Filterung ihrer Systeme wehren, will die US-Firma AT&T nun der Musik- und Filmbranche entgegenkommen. Der Internet Service Provider (ISP) will künftig Technologien einsetzen, die seinen Kunden illegales Downloaden erschweren sollen.
Senior Vice President James Cicconi erklärte, man arbeite mit den Verbänden RIAA und MPAA eng zusammen, um die Onlinepiraterie in den Griff zu bekommen. Wie AT&T das technologisch bewerkstelligen will, ist noch unklar. Derzeit sondiert der größte nordamerikanische Kommunikationskonzern diverse Filterungskonzepte.
Der ISP wird bei dieser Strategie eine Gratwanderung zwischen den Wünschen seiner Kundschaft und den Interessen der Entertainmentbranche unternehmen müssen. Rein rechtlich sind ISPs in den USA nicht dazu verpflichtet, das Nutzungsverhalten ihrer Kunden zu überwachen und ggf. einzuschränken. Doch bei AT&T sorgen neue Geschäftsbereiche für den Sinneswandel. Seit Neuestem vertreibt der Konzern auch TV-Programme über sein Netzwerk. Da habe sich eine neue Einsicht durchgesetzt, so Cicconi: „Uns ist klar, dass unser künftiges Geschäft stark davon abhängt, dass wir weiterhin interessante Inhalte anbieten können.“
Aus der Entertainmentbranche kam umgehend Beifall: „Wir sind erfreut darüber, dass AT&T sich zu einer starken und proaktiven Position in Sachen Urheberrechtsschutz entschlossen hat“, ließ Viacom wissen.





