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Attraktivität der Rolling Stones schwindet

Wenige Stunden vor dem Beginn des ersten von insgesamt neun Rolling-Stones-Konzerten in Deutschland kristallisiert sich heraus, dass die Nachfrage der Ticketkäufer nicht mehr so stark ist wie früher.

Wenige Stunden vor dem Beginn des ersten von insgesamt neun Rolling-Stones-Konzerten in Deutschland kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass die Nachfrage der Ticketkäufer längst nicht mehr so stark ist wie zu früheren Zeiten. Bis dato sind von den neun Terminen nur zwei der Münchner Termine nicht ausverkauft, was aber den Kapazitäten der Venues – Circus Krone mit 2500 und Olympiahalle mit rund 11.000 Plätzen – kein Wunder ist. Für alle weiteren Konzerte, die entweder in Stadien oder auf großen Greenfields stattfinden, gibt es noch Karten. Die örtlichen Veranstalter von der Deutschen Entertainment AG (DEAG) sahen sich sogar gezwungen, die Eintrittspreise für das Berliner Konzert am 15. Juni im Olympiastadion drastisch zu senken: So kostet der sehr gute Stehplatz „Front Of The Stage“ statt 108,91 Euro derzeit nur noch 69,90 Euro. Ein Sitzplatz ist statt 116 Euro jetzt schon ab 77 Euro zu haben. DEAG-Vorstandsvorsitzender Peter Schwenkow sieht die Lage wie erwartet optimistischer: „Wir werden unseren angepeilten Umsatz erreichen“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Konkrete Zahlen nannte Schwenkow nicht. Laut dem Vorstandsvorsitzenden sind „bis auf wenige Restkontingente“ fünf der neun Konzerte ausverkauft – entscheidend scheint also, wie das Adjektiv „ausverkauft“ definiert wird. Branchenexperten vermuten indes, dass die Gagenforderung der Stones pro Konzert bei rund drei Millionen Euro liegt, was einer Gesamtgage für die deutschen Termine von rund 27 Millionen Euro entspricht.

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