Recorded & Publishing

Attacke gegen den Bundesverband

Ein Angriff auf die Homepage des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft sorgt für Irritationen; unterdessen schlossen sich die Globalisierungskritiker von Attac dem Boykottaufruf gegen die Musikindustrie an.

Ein Angriff auf die Homepage des Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft sorgt für Irritationen: So soll es laut Medienberichten bis gestern möglich gewesen sein, die Inhalte anderer Online-Siten auf den Webpages des Bundesverbandes einzublenden. Und ein Screenshot auf der Seite von www.savemusic.de zeigt noch immer die vermeintliche IFPI-Seite mit dem Text: „IFPI erklärt sich solidarisch mit den Forderungen des Chaos Computer Club e.V. zum Thema Privatkopie und befürwortet privaten Tausch von Musik zur Förderung der Phonoindustrie“. Weiter heißt es in dem gefälschten Text, dass der Verband sich aus aktuellem Anlass von der „falschen Einschüchterungspolitik“ distanziere. Inzwischen ist der technische Fehler auf den Internetseiten des Bundesverbandes behoben. Das Thema jedoch bleibt brisant, denn der Attacke auf die Webpage war eine Erklärung der AG Wissensallmende vorausgegangen, die zur Anti-Globalisierungsorganisation Attac gehört. In einer Mitteilung wendet sich die AG gegen das juristische Vorgehen der deutschen Musikindustrie gegen Up- und Downloader in P2P-Börsen. Statt einer Kriminalisierung der User schlägt die AG eine Ausweitung des bestehenden Systems von Pauschaugebühren vor. „Normale Bürger werden wie Verbrecher behandelt“, ereifert sich Oliver Moldenhauer von Attac, der die Balance zwischen den Interessen der Rechteinhaber und der Öffentlichkeit nicht mehr im Gleichgewicht sieht.