Recorded & Publishing

Attac fordert Filesharing-Pauschale

Oliver Moldenhauer, Mitbegründer von Attac Deutschland, hat ein Modell zur Legalisierung von Tauschbörsen vorgestellt. Er will eine so genannte Kultur-Flatrate von rund fünf Euro auf Computer und Internetzugänge erheben.

Oliver Moldenhauer, Mitbegründer von Attac Deutschland, hat ein Modell zur Legalisierung von Tauschbörsen vorgestellt. Eine so genannte Kultur-Flatrate könne auf Computer und Internetzugänge, womöglich gestaffelt nach deren Schnelligkeit, erhoben werden, so Moldenhauer in „Spiegel online“. Schätzungen hätten ergeben, dass rund fünf Euro im Monat ausreichen würden, um die Musiker, Plattenlabels und Studios für ihre Verluste durch das Herunterladen zu entschädigen. Zur Verteilung der so eingenommenen Gelder schlägt Moldenhauer vor, eine „Verwertungsgesellschaft online“ zu gründen und das „Geld danach zu verteilen, welche Lieder wie oft herunter geladen und gehört werden“. Moldenhauer will so verhindern, dass Nutzern durch Digital Rights Management, steigende Überwachung und Gesetzesverschärfungen die Kontrolle über ihre Rechner entzogen und Tauschbörsennutzer kriminalisiert werden. Weitere Befürworter der Kultur-Flatrate sind die Initiative Privatkopie, das Netzwerk Neue Medien, der Chaos Computer Club und die Stiftung Bridge. Die Organisationen wollen in Kürze eine Kampagne starten, um für die Filesharing-Pauschale zu werben. Letztlich, so Moldenhauer, gehe es darum, „wie wir mit Wissen umgehen: Wissen, Kultur und Kunst sollen geteilt und verbreitet werden, und nicht hinter hohen digitalen Mauern verschlossen bleiben, die sich nur gegen Geld öffnen“.