Ein leichtes Zwischenhoch im US-Handel beschert Teenie-Star Ashlee Simpson die zweite Nummer eins ihrer Karriere. Doch ansonsten werden die amerikanischen Albumcharts eher von bewährten Kräften bevölkert. Simpson, jüngere Schwester der schauspielernden Sängerin Jessica, hatte sich vor fast genau einem Jahr selbst ins mediale Abseits geschossen, als sie bei einem Auftritt in der NBC-Show „Saturday Night Live“ weder live noch überhaupt sang und danach für die Playbackpanne nur unglaubwürdige Ausreden fand. Das alles scheint zumindest bei der Kernzielgruppe vergessen, die die Veröffentlichung von „I Am Me“ mit 220.000 Käufen in der ersten Woche dankte. Rund dreimal so alt wie Simpson, doch kaum mit weniger Fans, ist Rod Stewart, der für „Thanks For The Memory“, der vierten Ausgabe der „Great American Songbook“-Serie, auf Anhieb 193.000 Käufer fand.
Ebenfalls schon länger im Geschäft, doch nie zuvor so gut platziert, ist Martina McBride. Die Country-Sängerin belegt mit 185.000 verkauften Einheiten von „Timeless“ Rang drei. Bester Nichtneueinsteiger ist die Band Nickelback, deren „All The Right Reasons“ nach 132.000 Verkäufen auf Platz vier fällt. Mit seinem ersten Studioalbum seit zehn Jahren schafft Soulikone Stevie Wonder den Einstieg an fünfter Stelle; „A Time To Love“ verkaufte in der ersten Woche 121.000 Kopien. 3000 Stück weniger reichen Rapper Bun-B und „Trill“ zu Rang sechs, dahinter erobert Depeche Mode mit 98.000 verkauften Exemplaren von „Playing The Angel“ Position sieben. Von vier auf acht fallen die Black Eyed Peas, deren „Monkey Business“ weitere 94.000 zahlende Fans vorweisen kann. Die Nummer eins der vergangenen Woche, Alicia Keys‘ „Unplugged“ findet sich nach nur 83.000 Verkäufen auf Platz neun wieder. Kanye West vervollständigt mit „Late Registration“ und 78.000 verkauften CDs die Top Ten.
Insgesamt setzte der US-Handel in der Woche bis zum 23. Oktober knapp 10,8 Mio. Alben ab. Das sind fast fünf Prozent mehr als in der Woche davor und rund ein Prozent mehr als in der Vergleichswoche des Jahres 2004. Dennoch fehlen der Branche im Jahresvergleich noch knapp zehn Prozent auf den 2004er Verkaufsstand. Seit Jahresanfang wurden rund 447 Mio. Alben verkauft. Auch wenn die Vergleichswerte der Woche seit langem wieder einen Aufwärtstrend vermuten lassen, so droht bereits in der kommenden Woche wieder ein Dämpfer. Nach der Analyse erster Verkaufstrends kann keines der neu veröffentlichten Schwerpunktthemen die Verkaufszahl von 100.000 Einheiten knacken.






