Die britische Supermarktkette Asda verbannt nicht nur CD-Singles aus ihren Regalen. Vielmehr muss auch der bisherige Lieferant für alle Tonträgerprodukte gehen. Asda und der Rackjobber Handleman UK konnten sich nicht auf die Konditionen zur Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit einigen.
Die britische Tochter des US-Großhändlers teilte mit, dass man in den kommenden drei Monaten für einen geordneten Übergangsprozess sorgen werde.
Als neuen Partner konnten die SB-Manager zudem bereits E.UK gewinnen, die Großhandelstochter des britischen Handelskonzerns Woolworth. E.UK übernimmt ab September die Belieferung von Asda mit Musikprodukten und soll auch 20 Prozent der DVD-Ware liefern.
Die einmaligen Kosten, die zusätzlich zur Inventarauflösung durch die Trennung auf Handleman zukommen, schätzt das Unternehmen auf zwei Millionen Pfund oder umgerechnet knapp drei Millionen Euro. Zusätzlich werde man das Betriebskapital nun um rund 20 Millionen auf 25 Millionen Pfund reduzieren können. Damit werde man Schulden begleichen und sein operatives Ergebnis verbessern können, teilte Handleman mit.
Im letzten Geschäftsjahr hatte der Rackjobber CDs und DVDs im Wert von 160 Millionen Pfund (236 Millionen Euro) an Asda geliefert. Seit April beliefert Handleman UK zudem die Konkurrenzkette Tesco – die übrigens zuvor von E.UK betreut wurde.





