Recorded & Publishing

Apropos Nr. 1008: Kleines Traktat über den Wandel

Bei MusikWoche kommt es zu personellen Veränderungen, die dem täglichen Wandel wie auch dem steten Fluss der Zeit Rechnung tragen.

“Yes, we can!“ tönte es vor Jahr und Tag im Wahlkampf des damaligen US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama. Und obwohl das inzwischen reichlich abgedroschen klingt und was auch immer es gebracht haben mag: Es war halt Zeit für einen Wandel, Zeit für Change. Die Welt ändert sich jeden Tag; nichts bleibt, wie es war, und so „bleibt alles anders“ (Grönemeyer).

Oder um es mit einem Lieblingsmantra der Altphilologen auszudrücken: „Tempora mutantur, nos et mutamur in illis“ – die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns mit ihnen. Da ist was dran, wir werden ja schließlich alle nicht jünger. Man kann dieses Naturgesetz aber auch charmanter formulieren – und zwar so, wie es im Buch „Die Wahrheit über Arnold Hau“ von F. K. Waechter, Robert Gernhardt und F. W. Bernstein (erstmals erschienen 1966) zu lesen steht: „Die Zirbelente sprach gedämpft: ‚Ich hab mein Leben lang gekämpft. Nun sollen auch mal andre ran, zum Beispiel dieser Karajan‘.“

Was aber soll das dem geneigten Leser dieser Kolumne sagen? Zirbelente hin, Karajan her – bei MusikWoche kommt es zu personellen Veränderungen, die dem täglichen Wandel wie auch dem steten Fluss der Zeit Rechnung tragen: Ab sofort fungiert der Schreiber dieser Zeilen nicht mehr als Chefredakteur, sondern als Herausgeber in beratender Funktion und überlässt das Tagesgeschäft den beiden Redaktionsleitern Norbert Schiegl und Knut Schlinger sowie den seit vielen Jahren versierten und kampferprobten Redakteuren Dietmar Schwenger und Frank Medwedeff.

Ein bisschen was ändert sich also. MusikWoche bleibt aber in besten Händen.

Manfred Gillig-Degrave

Herausgeber MusikWoche