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Apple und Universal verhandeln angeblich über DRM-Verzicht

EMI wird wohl nicht mehr allzu lange der einzige Major bleiben, der DRM-freie Downloads verkauft. In den USA mehren sich die Hinweise, wonach Universal Interesse an iTunes Plus hat.

EMI wird wohl nicht mehr allzu lange der einzige Major bleiben, der DRM-freie Downloads verkauft. In den USA mehren sich die Hinweise, wonach die Universal Music Group International (UMG) Interesse an iTunes Plus haben soll.

Verschiedene Medien berichteten am Wochenende von den Verhandlungen zwischen Universal und Apple über die Erneuerung der Vertriebslizenzen für den iTunes Store. Dabei sei Universal inzwischen auch durchaus gegenüber einem Verzicht auf digitale Kopiersperren aufgeschlossen, so die Aussagen von Insidern. Vor allem die Aussicht auf flexible und vor allem höhere Preise lasse den Widerstand gegen DRM schwinden, heißt es aus dem Umfeld der UMG-Zentrale in Los Angeles.

Dem Vernehmen nach soll Universal sogar noch mehr als die 1,29 Dollar/Euro pro DRM-freien Song verlangen wollen, wie sie derzeit für EMI-Titel bei iTunes fällig werden. Bei den Verhandlungen gehe es zudem um den möglichen Einsatz von Wasserzeichen, wie sie demnächst bei Lala.com eingesetzt werden. Möglicherweise soll diesbezüglich schon in wenigen Wochen eine Entscheidung fallen.

Aber zuvor gilt es vermutlich noch, interne Konflikte zu beenden. Dem Vernehmen nach sei man speziell in Frankreich, am Firmensitz des UMG-Mutterkonzerns Vivendi, gegenüber einem DRM-Stopp wesentlich aufgeschlossener. Schließlich experimentiert die dortige Universal-Niederlassung schon seit Anfang März mit dem Verkauf von mp3-Dateien. Doch die UMG-Spitze um CEO Doug Morris, COO Zach Horowitz und den obersten Digitalstrategen Larry Kenswil zeigte sich zuletzt noch sehr skeptisch in Bezug auf eine Abschaffung der Kopiersperren.

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