Die Finanzexperten hatten eigentlich mit schlechteren Zahlen gerechnet, doch Apple beendete sein drittes Geschäftsjahresquartal wieder mit soliden Ergebnissen. Doch dafür ist ausnahmsweise nicht der iPod verantwortlich. Die Mac-Rechner sorgten diesmal für gute Gewinne.
Insgesamt nahm der Computerhersteller in den drei Monaten bis zum 1. Juli 4,37 Mrd. Dollar ein und erwirtschaftete damit einen Nettogewinn von 472 Mio. Dollar. Im Vergleich zum Quartal davor blieb der Umsatz konstant, im Vergleich zum gleichen Vierteljahresabschnitt 2005 bedeutet er ein Plus von 24 Prozent. Der Ertrag stieg im Vergleich um 15 bzw. um 47,5 Prozent. Verantwortlich für diese Zahlen waren die Verkäufe von 8,111 Mio. iPods und 1,327 Mio. Macintosh-Computern.
Der Absatz der Player wuchs im Jahresvergleich um 32, der der Macs um zwölf Prozent. Gemessen an den iPod-Verkäufen aus dem zweiten Quartal musste Apple allerdings Federn lassen – fünf Prozent weniger Digitalplayer wurden unters Volk gebracht. Dies dürfte sicher damit zu tun haben, dass der kürzlich zu Ende gegangene Jahresabschnitt allgemein für die Branche nicht sensationell war und dass Apple seit Monaten keine Modellpflege mehr bei den iPods betrieben hat.
Neue Varianten des Players werden in den kommenden Wochen erwartet. Mit iPods setzte Apple im letzten Quartal nun 1,497 Mrd. Dollar um – 13 Prozent weniger als im zweiten und 36 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Bilanzsparte Other Music Products (iTunes Music Store, Dienstleistungen und Zubehör rund um iTunes und iPod) brachte es auf Einnahmen in Höhe von 457 Mio. Dollar – sechs Prozent weniger als im zweiten und 90 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.
Bei diesen Zahlen drängt sich der für die Musikbranche eher unangenehme Schluss auf, dass trotz einer stetig wachsenden Marktpenetration mit iPods das Wachstum im Downloadverkauf bei iTunes offenbar ausbleibt. Insgesamt erwirtschaftete Apple mit seinen Musikprodukten also 1,954 Mrd. Dollar – elf Prozent weniger als vor drei Monaten, aber 45 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Zusammen trugen iPod & Co. nur noch knapp 45 Prozent zu den Gesamtumsätzen bei Apple bei. Dieser Anteil lag zuletzt jenseits der 50-Prozentmarke. Trotz der leichten Delle im Musiksektor zeigte sich CEO Steve Jobs gewohnt freudig angesichts der Zwischenbilanz, die die zweitbesten Werte bei Umsatz und Gewinn in der Unternehmensgeschichte aufweise.






