Apple hat zwar in den meisten Märkten, in denen die Firma mit ihrem iTunes Music Store vertreten ist, die unangefochtene Marktführerschaft im Downloadgeschäft erobert und für viele den Status eines Kultunternehmens erlangt, doch in Großbritannien bekommt der Heiligenschein des iPod-Lieferanten immer mehr Risse: Gerade im Mutterland des Pop stolpert der Computerhersteller von einer PR-Panne zur nächsten.
Nun wurde auch noch der Domain-Streit mit dem Besitzer der Webadresse iTunes.co.uk publik. Apple versucht seit Wochen, die Domain von Benjamin Cohen zu erlangen. Der CEO des britischen Unternehmens CyberBritain hatte sich die Adresse am 7. November 2000 gesichert und betreibt damit seither die unterschiedlichsten Geschäfte im Internet. Apple hat nun seine Anwälte in Chicago damit beauftragt, sich zur Not die Domain-Rechte über den Rechtsweg zu sichern. Doch Cohen will nicht weichen, sondern kämpfen – sein Vater ist Anwalt und vertritt ihn in dieser Angelegenheit.
Der Regulierungsstelle für britische Domains, Nominet, liegt indes ein Antrag von Apple vor, in dem die Amerikaner die Herausgabe der Adresse fordern. Nach dem Ärger mit den Verbraucherschützern über die angeblich zu hohen Downloadpreise bei iTunes und den Schwierigkeiten bei den Verhandlungen über den Verkauf der Single von Band Aid 20 ist dies inzwischen der dritte Fall von negativer PR, der Apple in Großbritannien ziemlich öffentlichkeitswirksam das Image verdirbt.





