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Apple reagiert auf Spyware-Vorwürfe

Als Reaktion auf die Kritik an seiner neuen iTunes-Version stattet Apple die Software mit deutlichen Hinweisen auf deren Empehlungsfunktion aus. Zusätzlich bietet das System den Nutzern inzwischen die Möglichkeit an, die Funktion nach der Installation der Software direkt auszuschalten.

Als Reaktion auf die Kritik an seiner neuen iTunes-Version stattet Apple die Software mit deutlichen Hinweisen auf deren Empehlungsfunktion aus. Zusätzlich bietet das System inzwischen laut einem Bericht des Onlinedienstes „Cnet“ den Nutzern eine Möglichkeit an, die Funktion nach der Installation der Software direkt auszuschalten. „Wir haben uns die Anregungen der Nutzer zu Herzen genommen und den ‚MiniStore‘ in ein optionales Feature umgewandelt“, sagt Apple-Sprecher Tom Neumayr.

In der vergangenen Woche hatte die Einführung des Apple-„MiniStore“ – einem digitalen Verkaufsberater – IT-Experten auf den Plan gerufen. Da die Spy- und Adware-artige Funktionsweise des Programm-Updates nicht explizit erklärt wurde, fühlten sich Kritiker an den Kopierschutzskandal von Sony BMG erinnert und monierten, dass „iTunes nach Hause telefoniere“. Dabei übermittle das System Informationen über den Nutzer und die von ihm erworbenen Titel.

Ursprünglich wurden die iTunes-Kunden nicht explizit auf diese Tatsache hingewiesen. In einem in dieser Woche verbreiteten Update macht Apple nun auf die Funktion aufmerksam, sobald der „MiniStore“ zum ersten Mal gestartet wird. „Wenn Sie Titel im Angebot auswählen, werden Informationen über diesen Titel an Apple gesendet und der ‚MiniStore‘ zeigt Ihnen ähnliche Songs oder Videos an“, heißt es in der Mitteilung. Apple speichere die Daten zu den erworbenen Stücken allerdings nicht, betont das Unternehmen.

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